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Lodi – mehr als eine Partnerstadt

Neue Schulpartnerschaft zwischen dem Istituto Istruzione Superiore A. Volta in Lodi und der Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz

Woran denken Konstanzer, wenn sie das Wort Lodi hören? Zuerst werden viele Menschen in Konstanz an die gleichnamige Fähre denken, die Staad und Meersburg miteinander verbindet. Sehr bekannt ist auch, dass Lodi die Partnerstadt von Konstanz ist. In dieser Stadt wurde von König Sigismund und Papst Johannes XXIII beschlossen, in Konstanz ein Kirchenkonzil einzuberufen.
Seit dem 10. Dezember ist Lodi für die Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz mehr, denn dort befindet sich das Istituto Istruzione Superiore Alessandro Volta (IIS A. Volta), eine Technische Oberschule in Italien, die der Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz sehr ähnlich ist.
Bereits im Laufe des Jahres hatten die Schulen mehrfach Kontakt. Nach diversen Mails und einer Videokonferenz besuchte vom 10. Bis zum 11. Dezember 2018 eine fünfköpfige Delegation der Partnerschule die Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz, um sowohl die Schule, als auch die Lehrenden sowie die Schülerinnen und Schüler einiger Beispielklassen kennenzulernen.
Am ersten Besuchstag wurden nach einem kurzen Schulrundgang in einer Besprechung die drei Abteilungen der Zeppelin-Gewerbeschule mit ihren Vollzeit- sowie Teilzeitschulen vorgestellt. Die italienischen Gäste interessierten sich sehr für das deutsche Schul- und Bildungssystem, sowie die technischen Schularten, die die Zeppelin-Gewerbeschule unter einem Dach vereint.
Nachmittags wurden die Vertreterinnen und Vertreter der beiden Schulen im Rathaus erwartet. Oberbürgermeister Burchardt empfing die Delegation des IIS Volta aus Lodi sehr freundlich. Nach einer Vorstellungs- und Gesprächsrunde wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen der Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz und dem IIS A. Volta in Lodi in Anwesenheit des Oberbürgermeisters feierlich unterzeichnet. Neben dem aktiven Wissensaustausch zwischen den Schülerinnen und Schülern ist den beiden Schulen auch der kulturelle Gedanken zwischen den Nationen in einem vereinten Europa sehr wichtig. Junge Menschen sollen neben ihrer Ausbildung in einer völkerverbindenden Atmosphäre den Kontakt zu gleichaltrigen Menschen in anderen Ländern pflegen. Hierzu tragen neben persönlichen Besuchen auch digitale Medien bei. Über eTwinning Projekte, die vom europäischen Parlament über das Erasmus-Programm gefördert werden, können international Projekte auf einer digitalen Austauschplattform durchgeführt werden.

Am frühen Abend lernten die Gäste die Stadt Konstanz im Rahmen einer italienischen Stadtführung kennen, die am Weihnachtsmarkt vor dem Konzil endete. Mit Glühwein und Ochsenfetzen klang der Abend kulinarisch aus.
Der zweite Tag zeigte den Schulalltag an der Zeppelin-Gewerbeschule. Schulleiter Karl Knapp führte mit Kolleginnen und Kollegen die Vertreterinnen und Vertreter des IIS A. Volta durch die verschiedenen Schulbereiche. Dabei wurde der Schwerpunkt auf die Naturwissenschaften (Physik und Chemie), Mechatronik, Elektrotechnik, die Werkstätten (Zimmerer, Metallbau) und die neu eingerichtete Lernfabrik 4.0 gelegt. Insbesondere die Lernfabrik 4.0 weckte das Interesse der Gäste aus Italien, in der Schülerinnen und Schüler selbstständig vernetztes Arbeiten konzipieren und programmieren. So können mittels eines Handys Roboter gesteuert werden, die Zauberwürfel lösen. Das Handy fotografiert Bilder des Würfels, ein Programm entwickelt eine Lösungsoption, die durch den vernetzten Roboter ausgeführt wird.
Bei der abschließenden Besprechung wurde der nächstes Jahr anstehende Schüleraustausch für Studienfahrten und Schulpraktika geplant. Termine wurden fixiert und selbstverständlich besucht auch eine Delegation der Zeppelin-Gewerbeschule Ende Februar das IIS A. Volta in Lodi, um auch diese Schule näher kennenzulernen. Bereits Ende März werden erste Schulklassen zum Besuch nach Deutschland kommen.

Alle Beteiligten sind zuversichtlich, dass die neue Schulpartnerschaft auf lange Zukunft gut angelegt ist und Früchte tragen wird. So wird auf der Basis einer traditionellen Städtepartnerschaft eine neue Schulpartnerschaft angelehnt sein, um jungen Menschen während ihrer Ausbildung den Blick über den Tellerrand hinaus auf technische Entwicklung und interkulturelle Begegnung zu ermöglichen.

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