Zu Beginn eines neuen Schuljahres veranstalten wir vier Seminartage  in Räumen der Universität Konstanz zum Thema „Schlüsselqualifikationen“ („Lernen lernen“), die die Basis für unser „Konzept der Lernbegleitung“ in der Klassenstufe 11 bilden.

Der Erfolg am Technischen Gymnasium, im Studium und im späteren Beruf hängt zunehmend davon ab, dass Schlüsselqualifikationen wie z. B. selbstständiges Lernen, Problemlösen, Projekt- und Zeitmanagement, Methodenkompetenz, Arbeiten und Lernen im Team usw. beherrscht werden.
Der feste Wille, aktiv zu lernen, und der Vorsatz, das Abitur erfolgreich abzulegen, sind Voraussetzungen für den Besuch eines Beruflichen Gymnasiums. Mit der Einstellung „Ich probier’s halt mal“ ist das Scheitern i. d. R. vorprogrammiert.

In der 11. Klasse werden die Grundlagen für den Lernerfolg in der Oberstufe gelegt und bestehende Defizite ausgeglichen. Die Seminartage sind der Beginn eines systematischen Lernprozesses, der anstrengend, spannend und interessant werden kann und den wir während der gesamten Klassenstufe 11 mit unserem „Konzept der Lernbegleitung“ zusätzlich unterstützen wollen:

Wir Lehrer und Lehrerinnen verstehen unsere Rolle folgendermaßen: Wir helfen unseren Schülern und Schülerinnen mit all unseren Kräften beim Lernen, indem wir den Lehrstoff so aufbereiten, dass sie ihn handlungsorientiert begreifen können. Dazu ist es notwendig, dass wir einiges von  ihnen fordern, um sie fördern zu können.

Wir erwarten, dass unsere Schülerinnen und Schüler lernen, zunehmend die Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übernehmen. Wir wünschen dabei ausdrücklich auch den engen Kontakt mit den Eltern, deren Sichtweise unsere Perspektive erweitern kann.

Eine Grenze unseres Angebotes ist dort erreicht, wo Schülerinnen und Schüler unregelmäßig oder gar nicht lernen wollen.

Das Lernen ist und bleibt mit Anstrengung verbunden.

Wir haben keine „Zauberrezepte“, die Lernen im Schlaf versprechen. Im Gegenteil: Unser Lernkonzept besteht darin, dass Schülerinnen und Schüler systematisch und zielgerichtet handeln und so  lernen, sich selbstständig Lehrstoff zu erschließen.

Wir Lehrerinnen und Lehrer schaffen die Rahmenbedingungen dazu, stellen Methoden und geeignete Lernsituationen zur Verfügung, damit sich Schülerinnen und Schüler neues Wissen und Schlüsselqualifikationen aneignen können, die sie für den Prozess des lebenslangen Lernens brauchen. Konsequenterweise wird in den kommenden Klassenarbeiten und im Abitur Methodenwissen erforderlich sein.

Wir freuen uns darauf, unsere Schüler und Schülerinnen in diesen vier Tagen näher kennen zu lernen.

Mit den Seminartagen endet die Lernbegleitung für unsere Schüler und Schülerinnen nicht:

Weiterer Ablauf in der Klassenstufe 11:
In einem Entwicklungsheft formulieren die Schülerinnen und Schüler erreichbare Lernziele.
Diese bilden die Grundlage für die beiden Entwicklungsgespräche mit einem Lernbegleiter (Lehrer).
1.    Gespräch zwischen Herbst- und Weihnachtsferien
2.    Gespräch nach den Osterferien
Wenn nötig, werden bei den Gesprächen Zielvereinbarungen getroffen.
Der Gesprächsverlauf und die Vereinbarungen werden im Heft protokolliert.