VIP – Visitor in Production


Wieder einmal war es soweit – die Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums in der Eingangsklasse durften sich als V.I.P.s fühlen. Anders als die Erwartung vermuten lässt waren sie Visitors in Production im Mercedes Benz Werk Sindelfingen. Ende Januar besichtigten sie die Produktion der S-Klasse von Mercedes-Benz vom Rohbau bis zur Endmontage am Band. Der Rohbau wird im Wesentlichen von Roboterarmen geleistet, die mehr als 5.000 Schweißpunkte ansetzen, Schrauben eindrehen und Bleche montieren. Der Mensch überwacht die Anlage und überprüft mögliche Fehlerquellen – nur noch 1% der Arbeit wird in diesem Produktionsabschnitt von Menschen geleistet.
Ganz anders das Bild der Endmontage am Band. Hier ist die menschliche Qualitätsarbeit die wichtigste Arbeit. Die Technik unterstützt die Arbeiterinnen und Arbeiter indem sie Just-in-Sequenz die richtigen Einbauteile an die richtige Stelle des Bands bringt, genau so, wie es der jeweilige Kunde bestellt hat. Auch der Maybach wird in Sindelfingen hergestellt, allerdings braucht seine aufwändige Produktion die zehnfache Herstellungszeit einer vergleichbaren E-Klasse, die ebenfalls in Sindelfingen vom Band läuft. Rund 1.600 Fahrzeuge werden in Sindelfingen von mehr als 30.000 Personen täglich hergestellt. Beeindruckende Zahlen und ebenso beeindruckend war die Präzision, mit denen die einzelnen Arbeitsdurchgänge durchgeführt werden.
Das zweite Tagesziel war das Daimler-Benz-Museum in Stuttgart. Die gesamte Geschichte des Verbrennungsmotors mit allen zusammenhängenden Sparten „Zu Wasser, zu Lande und in der Luft“ – hierfür steht der Mercedesstern – wird in Originalen, Bildern, Filmen und Animationen lebendig. Der Rennsport darf hier ebensowenig fehlen, wie zahlreiche Sondermodelle angefangen vom Papamobil des Papstes über den Pullmann Konrad Adenauers und Flugzeugmotoren.
Den Schülerinnen und Schülern wurde klar, wie die Arbeitsschritte aus den Unterrichtsprofilen Mechatronik sowie Informationstechnologie in der Industrie umgesetzt werden. „So wird Unterricht sehr praktisch“, meinte ein Teilnehmer während der Fahrt. Die Lernfabrik 4.0 gewinnt so an Bedeutung, weil den Schülerinnen und Schülern die Zusammenhänge zur Industrie 4.0 praktisch vor Augen geführt werden.
Der Aufwand hat sich nach Ansicht der begleitenden Lehrkräfte gelohnt. Sehr wahrscheinlich werden wir auch 2021 wieder mit Schülerinnen und Schülern nach Sindelfingen und Stuttgart fahren.

 

 

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