Zu Gast bei Freunden
Zeppelin-Gewerbeschule in Konstanz pflegt Austausch mit Partnerstadt Tábor in Tschechien

(Zweiter von rechts) zusammen mit zwölf Schülerinnen und Schülern der Zeppelin-Gewerbeschule sowie Lehrkräften beider Schulen im Rathaus der Stadt
Zwei Wochen lang waren Schülerinnen und Schüler der Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz zu Gast in ihrer Partnerschule Střední škola spojů a informatiky in Tábor – und erlebten dabei Technik, Kultur und gelebtes Europa aus erster Hand.
Im Rahmen des seit vielen Jahren bestehenden Schüleraustauschs arbeiteten die Jugendlichen gemeinsam mit ihren tschechischen Partnerschülerinnen und -schülern an einem vielseitigen Programm. Bereits zu Beginn sorgten Sprachanimationen und gemeinsame Aktivitäten dafür, dass erste sprachliche Hürden schnell überwunden und Kontakte geknüpft werden konnten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf technischen Einblicken in Wirtschaft und Industrie: Exkursionen zum Kernkraftwerk Dukovany, zum Wasserkraftwerk Dalešice sowie zum Unternehmen Rohde & Schwarz ermöglichten es den Teilnehmenden, moderne Technologien kennenzulernen und theoretisches Wissen praktisch zu vertiefen.
Im Zentrum des Austauschs stand zudem ein interdisziplinäres Projekt, bei dem die Schülerinnen und Schüler in gemischten Teams autonome Line-Follower-Fahrzeuge entwickelten. Von der Konstruktion über die Programmierung bis hin zur Gestaltung arbeiteten verschiedene Fachrichtungen eng zusammen. Den Abschluss bildete ein Wettbewerb, bei dem die entwickelten Fahrzeuge ihr Können unter Beweis stellten.
Auch kulturell hatte die Begegnung viel zu bieten: Neben einem offiziellen Empfang im Rathaus von Tábor durch Bürgermeister Štěpán Pavlík erkundeten die Teilnehmenden zusammen mit ihren Lehrern Silas Scherer, Felix Staudt und Helena Schäfer sowohl die Gastgeberstadt als auch die tschechische Hauptstadt Prag. Stadtführungen, Museumsbesuche und historische Orte – darunter das jüdische Viertel – vermittelten eindrucksvolle Einblicke in Geschichte und Gesellschaft des Nachbarlandes.
Ergänzt wurde das Programm durch gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Wanderungen, sportliche Begegnungen und kreative Workshops, die das Miteinander stärkten und Raum für persönliche Begegnungen schufen.
„Solche Austauschprogramme sind von unschätzbarem Wert, weil sie jungen Menschen zeigen, was Europa im Alltag bedeutet“, resümierte Marco Junge, Schulleiter der Zeppelin-Gewerbeschule. „Freundschaften, die hier entstehen, reichen weit über den Unterricht hinaus.“
Neben fachlichen Kompetenzen stärkten die Schülerinnen und Schüler insbesondere ihre Teamfähigkeit, Selbstorganisation und Problemlösungskompetenz. Gleichzeitig trug der direkte Austausch dazu bei, kulturelles Verständnis zu vertiefen und europäische Zusammenhänge greifbar zu machen.
Der Austausch unterstreicht einmal mehr die enge Verbindung zwischen Konstanz und Tábor – und zeigt eindrucksvoll, dass Europa vor allem durch persönliche Begegnungen lebendig wird.








