iPads

Alle Eingangsklassen des Technischen Gymnasiums arbeiten mit einem Schüler-iPad. Das iPad wird inkl. Stift wahlweise von der Schule ausgeliehen oder mit 50% Rabatt von den Schülerinnen und Schülern gekauft.

Auch in weiteren Vollzeit- und Teilzeitklassen werden iPads eingesetzt.

In den ersten Wochen des Schulbesuchs liegt der Fokus auf der Bildung der Klassengemeinschaft und der Eingewöhnung der Schüler an der Schule. Im Anschluss an diese Eingewöhnungsphase erfolgt die Ausgabe der Tablets und die ersten Workshops, die die Schüler/innen in den verantwortungsbewussten Umgang mit den iPads einführen. Gleichzeitig wird die App GoodNotes vorgestellt, die den Schülern als Ersatz für Heft und Ordner dient.

Auf der Fähigkeit, Lerninhalte strukturieren und dokumentieren zu können, bauen weitere Kompetenzen auf. Es werden fächerübergreifende Apps vorgestellt, die im Unterricht benutzt werden wie SimpleMind oder Cardflow. In den einzelnen Fächern werden danach fächerspezifische Apps eingeführt, die die traditionelle Unterrichtsmethoden ergänzen (z.B. GeoGebra in Mathematik).

Nachdem diese Kompetenzen gefestigt sind  und die Schüler weitere Workshops zum Thema Medienkompetenz absolviert haben, werden die Schüler angeleitet, theoretisch Erlerntes praktisch anzuwenden und selbstständig Erklärvideos mithilfe der App ExplainEverything zu gestalten.

Das Ziel ist es nicht, möglichst häufig Erklärvideos zu drehen und in jeder Stunde mehrere Apps einzusetzen, sondern die Möglichkeiten der Arbeit mit digitalen Medien kennenzulernen und diese zielorientiert einzusetzen, d.h. für das jeweilige Lernziel die gewinnbringendste analoge oder digitale Methode auszuwählen.

Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass die Schüler/innen nicht durch die Möglichkeiten, die ihnen ein Tablet gibt, vom Wesentlichen – den Lerninhalten – abgelenkt werden. Dafür benutzen wir sog. Classroom Management. Alle iPads sind erfasst im pädagogischen Netzwerk der Schule, was den Lehrenden ermöglicht, während der Unterrichtszeit auf die Geräte der einzelnen Schüler/innen zuzugreifen und bestimmte Apps oder das ganze Tablet zu sperren, sollte es nicht für Unterrichtszwecke genutzt werden.

Weiterhin wird das Erwerben von Apps zentral geregelt. Das heißt, dass die Lehrkräfte (gerne auch im Austausch mit den Schüler/innen) entscheiden, welche Apps auf den iPads installiert werden. Die Schüler/innen haben keine Möglichkeit, selbständig Apps herunterzuladen.

Das Tablet ist für uns im Unterricht ein Arbeitsgerät, ein Lehrmittel, das man nicht willkürlich, um des digitalen Unterrichts willen, sondern mit Bedacht einsetzen muss.

 

 

Nicht nur der Alltag und die Arbeitswelt ist von den Auswirkungen der Digitalisierung betroffen, zunehmend fanden die digitalen Medien auch Einzug in unser Bildungssystem. Obwohl diese Entwicklung nicht immer auf Zustimmung und Begeisterung bei vielen Betroffenen stößt, ist diese sie unumstößlich.

Wir als Schule sind uns dessen bewusst, wir sind uns allerdings auch dessen bewusst, dass es entscheidend ist, wie man die Digitalisierung in der Schule umsetzt, wie sie begleitet wird und wie die Betroffenen – in diesem Falle die Schüler/innen, die Lehrer/innen, die Eltern und die Betriebe – in diesen Prozess eingebunden werden. Weiterhin ist uns bewusst, dass der Umgang mit digitalen Medien eine Ergänzung der „analogen“ Kompetenzen und der Soft-Skills und nicht deren Ersetzung ist, deswegen sprechen wir auch von Tabletplus. Aus diesem Grund ist es unsere Priorität, die Digitalisierung als einen Prozess zu verstehen, der einer konzeptuellen Grundlage bedarf und der stetig an die Bedürfnisse seiner Akteure angepasst werden muss.